Montag, 4. Juli 2011

Goodbye Australia


Obwohl etwas verspätet möchte ich hiermit das Kapitel Australien mit einen kleinen Eintrag im Blog schließen.
Ich fasse den Abschied für Interessierte kurz zusammen. Ich wurde von Pete, Anna und ihren Kindern sehr nett verabschiedet und man konnte spüren, das man sich doch schon in der kurzen Zeit aneinander gewöhnt hatte. So richtig ans Herz ging es mir, als Pete am Geburtstag seiner Tochter Georgia laut zum Familienkuscheln ("family cuddling") aufrief und sein Sohn Will mich sofort wie selbstverständlich dazu aufforderte mitzumachen. Das laute Lachen verstand er garnicht.
Die letzten beiden Tage verbrachte ich mit Anja bei Anna´s Mutter in einem sehr luxuriösem Haus in den Perth Hill´s, einer echt schönen Gegend bei Perth. Mein Haus in Beacon hatte ich einigermaßen aufgeräumt und sauber verlassen und musste Porky nur den Strom der vergangenen Monate bezahlen. Ich hatte sozusagen die ganze Zeit umsonst gewohnt! Was für nette Leute, die Aussies.
Ich führe die Geschehnisse der letzten Tage in Australien nicht näher aus, aber nach dem Ende der Seeding Zeit wurden vermehrt BBQ´s im Bush abgehalten, mit den ganzen Familien, Lagerfeuer und Kühlboxen voll mit Leckereien und Bier. Die Leute waren alle sehr Entspannt nach der stressigen Zeit und ich fühlte mich sehr wohl, was es nicht leichter machte, den tag des Abschieds näher rücken zu sehen. Als kleines Dankeschön haben Anja und ich für "unsere" Familien zusammen ein "typisch" deutsches Essen zubereitet. Nun ist man ja etwas eingeschränkt im kleinen Beacon, zumindest was die Zutaten angeht, also haben wir einen riesigen Schweinebraten mit Kruste, dazu die guten Knödel nach Omas Rezept und grüne Bohnen mit Speck gemacht. Nicht nur für die Aussies war das ne Premiere, aber es kam alles super an.
Nachdem wir uns von Beacon und seinen Einwohnern mehr (ganz vorne dabei der gute Noel und seine Frau Michel) oder weniger verabschiedet hatten, fuhren wir mit Pete und seiner Familie nach Perth, wo wir wie erwähnt bei Anna´s Mutter wohnten. Ich versteh immernoch nicht, warum eigentlich fremde Menschen so nett zu mir waren. Anja und ich haben ein eigenes Schlafzimmer bekommen, ein eigenes Auto zum rumfahren und wurden zum Schluss noch zum Flughafen gebracht und verabschiedet. Außerdem wurde der gesamte Wochenablauf der Familie nach unseren Reiseplänen koordiniert und wir wurden 350km nach Perth gefahren. Und das alles für einen deutschen Backpacker, der ein paar Wochen dort gearbeitet hatte. Ich kann mir das in Deutschland nur schlecht vorstellen, das muss wohl wirklich einer der Unterschiede sein. Überzeugt mich eines Besseren und ich nehme alles mit Freude zurück.
War ne tolle Zeit in WA. Jederzeit wieder. Ich bin natürlich traurig, das ich fast nichts vom Land gesehen habe, all die tollen Sachen an der Küste, die Nationalparks, die Tiere zu Land und zu Wasser wie die Dugongs und Krokodile...ich würde sagen, ich habe genug Gründe zurück zu kommen. Und Pete und seine Familie haben die Hoffnung noch nicht aufgeben, das ich zum Arbeiten zurück komme.
Also, auf nach Thailand...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen