Mittwoch, 28. April 2010

Die Leute

Sehr positiv faellt auf, das hier keine hochgestellten Kragen rumlaufen. Bis auf ein paar reiche Jachtbesitzer und Geschaeftsleute laufen die Menschen hier meist ziemlich sportlich rum. Auch in den Hauptgeschaeftsstrassen erinnert nicht viel an die Tussen von der Koelner Hohestrasse! Abgesehen davon kommen schon ziemlich Urlaubsgefuehle auf, wenn ich Backpacker mit Surfboards unterm Arm oder auf dem Autodach sehe. Obwohl die Zeit eigentlich dafuer schon fast vorbei ist.
Mein Bankkonto habe ich uebrigens bereits erstellt. War zuerst bei der National Bank und bin von einer Chinesin beraten worden. Ja dann mal viel Spass, hab ich mir zuerst gedacht. Habe nur die Haelfte von all den Lobpreisungen und etwas von 3 Tagen Wartezeit fuer eine Karte verstanden und bin dann mit der Bitte um Bedenkzeit gegangen. Sofort weiter in die Kiwi-Bank, die dann wohl meine Gedanken gelesen haben muessen. 10 min spaeter bin ich mit meinem Konto und einer Bankkarte inkl. Einweisung fuer den Bankautomaten rausgegangen. Das sollen die in Deutschland bei der Sparkasse mal nachmachen!

So, bleibt nur noch das Problem mit dem Auto. Und das ist wohl wirklich noch zu knacken. Hier mal der Link zu meinem Favoriten:
http://www.trademe.co.nz/Browse/Listing.aspx?id=284160459
Na, was meint ihr? Da passen doch auch zwei Boards drauf!
Gebt mir mal Feedback!

Die Stadt ist uebrigens verdammt teuer, da muss ich unbedingt raus. Wenn ich das Auto und meine Steuernummer habe, bin ich weg. An den Strand! Coromandel Peninsula hoert sich seeehr gut an.

Kia ora!






Ok, ich bin da. Seit vier Tagen befinde ich mich in Aotearoa. Klingt schon irgendwie gut. Um es mal mit meinem jugendlichen Charme auszudruecken: ich bin noch ein wenig geflasht von den vielen Eindruecken!
Ich versuche mal zu rekapitulieren. Ankunft im Hostel: Das Hostel ist echt gross, ueber 500 Betten, von gemuetlich kann also keine Rede sein. Aber das war mir klar. Die Jungs auf meinem 4-Bett-Zimmer waren echt nett. Um den Jetlag zu bekaempfen, habe ich mich von den Jungs, Schweizer, Ire und Daene, ueberreden lassen, noch Einen in der Hausbar trinken zu gehen. Um 11 Uhr konnte ich aber echt nicht mehr, das Tui-Bier gab sein uebriges.
Ach ja, tagsueber habe ich die ersten Informationen ueber die Gefahren Neuseelands bekommen. Die gehen nicht etwa von wilden und giftigen Tieren aus, sondern von der hohen Kriminalitaet! Ich habe Haik, einem Maedel, das schon in Neuseeland war, eine neue Kreditkarte und ein neues Handy aus Deutschland mitgebracht. Wurde alles geklaut. Zwei der Jungs auf meinem Zimmer haben auch schon den zweiten Satz Kreditkarten. Und ueberall wird gewarnt, man soll alles abschliessen und nichts im Wagen lassen. Faengt ja gut an.
Haik hat mir zum Dank ihren Nachmittag geschenkt und mir ein wenig Auckland gezeigt. Von den ganzen Infos ist wohl nicht ganz so viel haengen geblieben, da es fuer den ersten Tag ein wenig viel war. Aber das kann ich nach jetzt nach vier Tagen sagen: Die Kiwis lieben, und ich meine LIEBEN!, Fastfood! Das ist unglaublich, die essen nur Fastfood! Von wegen USA, das Land des Fastfoods. Das toppen die locker. Auch wenn ich noch nicht da war. Aber auf dem Land soll das ganze schon wieder etwas anders sein. Auckland ist so garnicht repraesentativ fuer den Rest des Landes, wurde mir immer wieder gesagt. Bleibt also spannend, was mich erwartet, wenn ich aus Auckland rauskomme.

Laestige Formalitaeten gibt es auch hier zu erledigen. Ein Steuernummer braucht man, um hier arbeiten zu duerfen. Habe die gestern, am Mittwoch beantragt. War bei der Post und habe dort das Antragsformular ausgefuellt und abgegeben. Jetzt muss ich also warten, bis ich meine Nummer bekomme. Ich rechne so mit ungefaehr einer Woche. Solange bleibe ich in dem Hostel, in dem ich heute meinen Aufenthalt verlaengert habe.
Wohnte uebrigens bisher im 10. Stock, Downtown, mit Blick auf verglaste Hochhaeuser und die Queenstreet. Um guenstiger zu wohnen, ziehe ich aber heute in ein Zimmer ohne Fenster um.
Heute eroeffne ich mein Bankkonto bei der Kiwi-Bank, das ich fuer meine Jobs brauche, die ich hoffentlich in Zukunft noch bekommen werde. Diese ganzen Formalitaeten sind fuer mich natuerlich nicht ganz so einfach, da mein Englisch nicht wirklich gut ist. Ok, eher schlecht! ;)
Als Beispiel: Beim Beantragen der Steuernummer wollte das Maedel, das ich im Hostel um Informationen bat, mir zuerst ein Taxi rufen. Oh Mann, erster Moment, in dem mir heiss wurde. Aber fuer euch bestimmt lustig. Ich kenne euch ja.
Gleich werde ich meine Zeit noch weiter im Internet verbringen und nach einem Auto suchen, das ich kaufen kann. Mir wurden schon seeeehr viele Ratschlaege gegeben, die kein leichtes Vorhaben vermuten lassen. We will see!
Was habe ich bisher gesehen? Ich bin schon viel in der Stadt rumgelaufen. Der Jachthafen ist echt beeindruckend mit den riesigen Segeljachten, die bis zu 50 Millionen Euro kosten. In Auckland sind uebrigens mehr Segelboote gemeldet als Einwohner.
Dann war ich schon im Botanischen Garten, dachte als Biologe muss man sich das ja geben und es hat sich gelohnt. Man darf aber auch nicht zu viel erwarten. Er ist ziemlich klein. Das Auckland Museum werde ich mir vielleicht heute noch ansehen. Soll laut Hamish sehr sehenswert sein, da man viel ueber das Land und seine junge Geschichte lernt.
Ach ja, Hamish. Ich kenne seinen Bruder aus Deutschland, der mir den Kontakt in Auckland vermittelt hat. Anders als der Name vermuten laesst, ist er ein halber Deutscher. Ihn habe ich am Dienstag getroffen. Er hat mir in einer echt coolen Bar/Lounge direkt am Hafen viel ueber die Kiwis und Neuseeland erzaehlt und danach eine fachmaennische Fuehrung durch den Hafen gegeben. Er segelt uebrigens selber und konnte ein paare nette Fakten vermitteln. Leider ist er fuer die naechste Zeit fuer einen Triathlon auf den Cook Islands, so das er mir keine weitere Starthilfe geben kann. Was die Cook Islands angeht, kann ich vielleicht demnaechst noch etwas mehr erzaehlen. Da eroeffnen sich eventuell noch Perspektiven.
Nach der naechtlichen Hafenfuehrung hat mich Hamish netterweise auf die andere Seite der Auckland Harbour Bridge gefahren. So kann ich euch meine erste Sicht auf die Skyline Aucklands zeigen. Und falls das alles ein wenig durcheinander erscheint, bitte ich das zu entschuldigen. Werde mich hoffentlich in Zukunft bessern und kuerzer fassen.
Und damit schliesse ich mal diesen ersten Post.