Heute war es endlich soweit. Ich war schon ganz erregt heute morgen. Aber dann ging alles ganz schnell...
Ok, Ende mit Dr. Sommer-Stoff. Heute war ich das erste Mal surfen. Oder sagen wir mal, ich habs versucht. Mir wurde aber gesagt, ich könnte schon sagen, das ich heute meinen ersten Surf hatte.
Habe das ganze jetzt ohne Surflehrer durchgezogen, was mir einiges an Geld gespart hat. Habe mir ein Anfängerboard und einen Wtsuite im Hostel ausgeliehen und mir von Suze, der Besitzerin des Hostels, einige letzte Theorieunterweisungen geben lassen. Hatte vorher schon zwei Theoriebücher gelesen. Und los gings im hosteleigenen Surfshuttle zum Ngarunui Beach. Zusammen mit Bob, einem US-Amerikaner. Ich kann euch sagen, es war seeeehr anstrengend. Aber unglaublich viel Spaß. Ohne Ehrgeiz kommt man hier glaube ich nicht weit. Ich habe es 2,5 h versucht und habe auch einige Wellen "catchen" können. 3x habe ich fast meine erste Welle gestanden. Hat dann aber doch nicht funktioniert. Der beste Grund, morgen wieder ein Board zu nehmen und es nochmal zu versuchen. Und zwar solange es Spaß macht! ;) Toller Sport.
Das Hostel ist übrigens echt Klasse. Mit Sauna und Hot Spa. Wirklich gemütlich und nette Menschen. Komischer Zufall: Direkt bei Ankunft habe ich Jeff wiedergetroffen, den Sohn und Manager des Piha Beachstay, in dem ich am Anfang gewohnt habe. Er war hier im gleichen Hostel um mal Urlaub (Surfurlaub) zu machen. Schon komisch, da hat er doch Piha mit den super Wellen direkt vor der Haustüre.
So, lange kann ich mir das Hostel nicht leisten, mal sehen, was sich ergibt. Mit Arbeit sieht es hier sehr schlecht aus. Logisch, hier will ja jeder hin.
Grüße eines erschöpften aber glücklichen Anfängers an alle Leser.
Montag, 28. Juni 2010
Freitag, 25. Juni 2010
The Far North
Ich komme mir schon fast vor wie ein Japaner, soviele Bilder habe ich gemacht. Ich war am Cape Reinga und am 90 Mile Beach, der übrigens nur 90 km lang ist. Trotzdem unwahrscheinlich beeindruckend. Beides natürlich. Auf den letzten km habe ich alle paar hundert Meter angehalten und irgendwelche Bilder gemacht. Tolle Landschaft und das Wetter war auch noch auf meiner Seite. Auf dem Rückweg habe ich mit meinem Van in der Tapotupotu Bay übernachtet, ganz in der Nähe vom Kap. Leider hat mein Mut nicht ganz ausgereicht, den kompletten 90 Mile Beach zu befahren (1x festfahren = 50 $ fürs Abschleppen durch einheimische Halsabschneider). Aber eine Kostprobe habe ich mir nicht nehmen lassen. Ein unglaublich tolles Gefühl am Strand entlang zu fahren. Eigentlich unbeschreiblich! Was das Surfen angeht, scheint der Surfergott zur Zeit nicht gut auf mich zu sprechen zu sein. Mein Bekannter Richard in Ahipara ist leider zur Zeit in Auckland, so das ich seine Hilfe und sein Board nicht nutzen kann. Und fürs Mieten will ich eigentlich für den einen Tag kein Geld ausgeben. Verdammt, muss ich diesem Gott wohl noch mehr Snapper opfern! Setze jetzt meine Hoffnung auf Raglan. Dort ist mir zwar auch ein Job durch die Lappen gegangen, durch den ich kostenlos hätte Surfen lernen können und auch das Equipment kostenlos hätte nutzen können, aber wer weiß, was sich noch ergibt. Herrlich, keinen Plan zu haben! Naja, auch nicht immer. Aber solange ich was zu kauen habe, läufts doch gar nicht so schlecht. Freue mich schon riesig aufs Spiel der All Blacks. Lade mir jetzt noch die Rugby Regeln runter, damit ich nicht wie der letzte Idiot darstehe. Oder besser, damit man es mir nicht direkt ansieht;) Drücke natürlich unserer deutschen Mannschaft auch beide Daumen. Leider konnte ich das letzte Spiel nicht sehen.
Mittwoch, 23. Juni 2010
Flucht aus dem Arbeitslager
Habe leider nur ein paar Minuten. Bin ja auf der Flucht!
Seitdem ich gestern meinen Job ziemlich ploetzlich verloren habe, habe ich mich dazu entschlossen, mein selbstgewaehltes Gefaengnis Kerikeri so schnell wie moeglich zu verlassen. Bin nun auf dem Weg nach Ahipara. Dort werde ich bis Samstag bleiben. Dann gehts weiter nach Hamilton und Raglan, der Surfermetropole. Vor nicht mal 5 min habe ich ein Ticket fuer die All Blacks erstanden. All Blacks vs. Wales am Samstagabend. Ich freu mich schon. Alles andere wird sich ergeben. Eigentlich habe ich noch einiges vom Wochenende zu erzaehlen, aber die Zeit...
Ok, kurze Zusammenfassung: Meine neue Bekannte Jackie hat mich in ihre komplette Familie eingefuehrt. Sehr nette Leute, diese Kiwis. Mit ihrem Mann Paul und ihren beiden Soehnen war ich am Wochenende fischen. Paul hat mir gezeigt, wie ich meinen ersten Snapper fange und es hat funktioniert. Es sollte nicht der einzige an diesem Sonntag bleiben. Danach wurde ich zum Abendessen eingeladen, womit wir unsere 13 gefangegenen Snapper gefeiert haben. Sehr netter Abend. Und seeeehr leckerer Fisch.
Alles Drum und Dran kann ich leider nicht erzaehlen. Aber sie bleiben auf jeden Fall Freunde, die ich wieder besuchen werde. Habe auch einige Kontakte ueber Neuseeland verteilt von den Beiden bekommen.
Ok, beim naechsten Mal mehr.
Seitdem ich gestern meinen Job ziemlich ploetzlich verloren habe, habe ich mich dazu entschlossen, mein selbstgewaehltes Gefaengnis Kerikeri so schnell wie moeglich zu verlassen. Bin nun auf dem Weg nach Ahipara. Dort werde ich bis Samstag bleiben. Dann gehts weiter nach Hamilton und Raglan, der Surfermetropole. Vor nicht mal 5 min habe ich ein Ticket fuer die All Blacks erstanden. All Blacks vs. Wales am Samstagabend. Ich freu mich schon. Alles andere wird sich ergeben. Eigentlich habe ich noch einiges vom Wochenende zu erzaehlen, aber die Zeit...
Ok, kurze Zusammenfassung: Meine neue Bekannte Jackie hat mich in ihre komplette Familie eingefuehrt. Sehr nette Leute, diese Kiwis. Mit ihrem Mann Paul und ihren beiden Soehnen war ich am Wochenende fischen. Paul hat mir gezeigt, wie ich meinen ersten Snapper fange und es hat funktioniert. Es sollte nicht der einzige an diesem Sonntag bleiben. Danach wurde ich zum Abendessen eingeladen, womit wir unsere 13 gefangegenen Snapper gefeiert haben. Sehr netter Abend. Und seeeehr leckerer Fisch.
Alles Drum und Dran kann ich leider nicht erzaehlen. Aber sie bleiben auf jeden Fall Freunde, die ich wieder besuchen werde. Habe auch einige Kontakte ueber Neuseeland verteilt von den Beiden bekommen.
Ok, beim naechsten Mal mehr.
Freitag, 18. Juni 2010
Routine
So langsam wird es mir in Kerikeri zu blöd. Das Geldverdienen ist hier wirklich schwierig, da man nicht viel zurücklegen kann. Außerdem werden die Jobs hier immer seltener, so das ein Bleiben nicht viel Sinn macht. Werde also bald, d.h. in den nächsten Tagen, hier wegfahren. Richtung Ahipara, 90 Mile Beach und Cape Reinga. Und zwar alleine. Habe heute erfahren, das Haik morgen zurück nach Auckland fährt. Freue mich irgendwie auch ein wenig auf meine Zeit alleine. Wird mit einigen Tütensuppen und wildem Camping auf jeden Fall eine sparsame Zeit werden. Aber das klingt gar nicht so schlecht, finde ich. Mein Geld soll hauptsächlich für das Benzin draufgehen. Und surfen will ich ja auch noch. Aber weit werde ich bestimmt nicht mit meinem Geld kommen, so das ich darauf hoffe, entweder zwischendurch eine schöne Wwoofing-Stelle oder einen Job zu finden. Zum Schluss will ich aber noch ein Bild eines gestandenen Fruitpickers zeigen;) Gummistiefel und Kopfbedeckung sind ein Muss! In den Beutel, den man vor sich trägt, passen so ca. 20kg Kiwis rein, bis er in eine große Holzkiste geleert wird. Die Kiwibäume sind unglaublich ertragreich und wachsen an Drahtseilen und Holzgestellen entlang. Die Kiwis hängen in einer Höhe von 1,60m bis 2,20m, wo sie mit einer Knickbewegung gepflückt werden. Meistens zwei oder drei mit einem Griff. Leider habe ich es verpasst, ein gutes Foto von den Feldern zu machen. Am Ende eines Tages spürt man wirklich sehr gut, was man den ganzen Tag gemacht hat. Ein Masseur könnte hier in den Backpackers wirklich Geld machen, denke ich. Netter Zufall, während ich hier meinen Post in derBibliothek schreibe, lerne ich eine sehr nette Neuseeländerin kennen, die mir direkt einen Kontakt in Picton verschafft, wo ich für Unterkunft arbeiten kann. Und dieser Kontakt kann mir vielleicht sogar einen Job auf einer Muschelfarm verschaffen. Nette Menschen trifft man hier wirklich überall.
Freitag, 11. Juni 2010
Kia ora, Lea!
Ganz offiziell bin ich seit gestern Onkel Maik. Um 12.06 Uhr betrat Lea die Bühne der Welt. 3890 gr geballte Power und natürlich schon FC-Mitglied!!!
Möchte hiermit meinem Bruder Marco und meiner Schwägerin Yvonne ganz herzlich zur Geburt meiner Nichte gratulieren. Würde natürlich gerne zu Besuch kommen und mir den Neuankömmling direkt mal näher ansehen, wenn ich nicht so weit weg wäre. Wird alles nachgeholt, versprochen. Freue mich wirklich sehr für euch. Macht weiter so. Irgendeiner muss ja meine Rente bezahlen. Trinke gleich ein Bier auf euch drei.
Möchte hiermit meinem Bruder Marco und meiner Schwägerin Yvonne ganz herzlich zur Geburt meiner Nichte gratulieren. Würde natürlich gerne zu Besuch kommen und mir den Neuankömmling direkt mal näher ansehen, wenn ich nicht so weit weg wäre. Wird alles nachgeholt, versprochen. Freue mich wirklich sehr für euch. Macht weiter so. Irgendeiner muss ja meine Rente bezahlen. Trinke gleich ein Bier auf euch drei.
Dienstag, 8. Juni 2010
Queens Birthday
Obwohl die Queen eigentlich am 21. April Geburtstag hat, wurde hier gestern ihr Geburtstag als nationaler Feiertag gefeiert. Das hies für mich ein weiterer freier Tag, der diesmal aber nicht auf schlechtem Wetter beruhte, das war nämlich super. Die Gelegenheit habe ich genutzt und einen Tagestripp zu den ganz in der Nähe gelegenen Rainbow Falls und einigen schönen Stränden an der Ostküste (Matauri Bay, Te Ngaere Bay, Wainui Bay, Tauranga Bay) gemacht. Natürlich gibts mal wieder ein paar schöne Bilder. Und weniger langweiligen Text;) Nach den ganzen Regentagen und dem Arbeiten gibt einem so ein Strandausflug wieder ein besseres Gefühl und vor allem bessere Laune. Da weiß ich wieder, warum ich hier bin. Vorgestern war ich übrigens in Waitangi, wo der Gründungsvertrag zwischen den Briten und Maori 1840 unterschrieben wurde. Habe das Gelände und die Gebäude, die als Museum erhalten geblieben sind, besichtigt und eine Maori-Vorführung angesehen. Leider war die etwas enttäuschend, da es anscheinend im Winter weniger Besucher gibt und daran angepasst die Gruppe von Maoris auf 3 Personen geschrumpft wurde. Die gaben sich zwar Mühe, mir und den anderen Männern im Publikum den Haka beizubringen, was aber nicht so recht funktionierte. Interessant war das ganze trotzdem. In dem Zusammenhang möchte ich nochmal auf das Auckland Museum verweisen, das einem abgesehen vom historischen Grund und Boden wohl mehr zu bieten hat.
Samstag, 5. Juni 2010
Schönwetterjob
Wie das Schicksal es so wollte, habe ich zuerst mal 10 min nach meinem letzten Post eine Nachricht meines Bekannten Richard aus Ahipara bekommen. Ein Paket aus Deutschland ist fuer mich bei ihm angekommen. Also bin ich nachmittags noch schnell nach Ahipara. Wunderschöner Strand und tolle Landschaft auf dem Weg dahin. Richards Haus habe ich nur noch bei Sonnenuntergang bestaunen können. Sein Haus steht am Berghang gebaut. Direkt über dem Strand, an dem der beste Surfspot ist. Und es ist der Hammer. Wenn ich nochmal da bin, mach ich Fotos im Tageslicht. Das müsst ihr gesehen haben. Da würde jeder wohnen wollen. Ich bin restlos begeistert. Was für eine Location!!
In dem Paket war übrigens mein Notebook und meine Laufschuhe. Nun kann ich auch wieder üäö schreiben. Schon bisschen ungewohnt.
Zum Job. Abends zurück habe ich dann erfahren, das ich nicht mehr beim Mandarinenmann arbeite. So schnell kanns gehen. Gründe wurden nicht genannt. Unglücklich bin ich damit nicht! Jetzt pflücke ich Kiwis auf einer anderen Farm. Sehr nette Leute und sehr netter Job. Ist natürlich auch harte Arbeit, aber der Umgang ändert doch einiges. Kiwis können übrigens nur gepflückt werden, wenn sie trocken sind. Deshalb Schönwetterjob! Leider muss man aber auch jeden Tag warten, das die Sonne den Tau trocknet. Das heißt, später anfangen (ausschlafen incl.) und weniger Stunden arbeiten. Gibt also weniger Geld. Hat also alles Vor- und Nachteile.
Nun zu meinem Zahn: Alles wieder in bester Ordnung. Toller Zahnarzt und keinerlei Verständigungsprobleme. Und es sieht so aus, das meine Versicherung die Behandlung auch bezahlt. Aber das wird erst nach einem 4-seitigen Schadensbericht entschieden, den ich noch schicken muss. Der ganze Spass hat übrigens 150 Euro gekostet. Sehr günstig für hiesige Verhältnisse. Musste ich natürlich vorstrecken.
Leider macht die Bib am Samstag schon um 13.45 dicht. Da muss ich jetzt leider aufhören.
In dem Paket war übrigens mein Notebook und meine Laufschuhe. Nun kann ich auch wieder üäö schreiben. Schon bisschen ungewohnt.
Zum Job. Abends zurück habe ich dann erfahren, das ich nicht mehr beim Mandarinenmann arbeite. So schnell kanns gehen. Gründe wurden nicht genannt. Unglücklich bin ich damit nicht! Jetzt pflücke ich Kiwis auf einer anderen Farm. Sehr nette Leute und sehr netter Job. Ist natürlich auch harte Arbeit, aber der Umgang ändert doch einiges. Kiwis können übrigens nur gepflückt werden, wenn sie trocken sind. Deshalb Schönwetterjob! Leider muss man aber auch jeden Tag warten, das die Sonne den Tau trocknet. Das heißt, später anfangen (ausschlafen incl.) und weniger Stunden arbeiten. Gibt also weniger Geld. Hat also alles Vor- und Nachteile.
Nun zu meinem Zahn: Alles wieder in bester Ordnung. Toller Zahnarzt und keinerlei Verständigungsprobleme. Und es sieht so aus, das meine Versicherung die Behandlung auch bezahlt. Aber das wird erst nach einem 4-seitigen Schadensbericht entschieden, den ich noch schicken muss. Der ganze Spass hat übrigens 150 Euro gekostet. Sehr günstig für hiesige Verhältnisse. Musste ich natürlich vorstrecken.
Leider macht die Bib am Samstag schon um 13.45 dicht. Da muss ich jetzt leider aufhören.
Mittwoch, 2. Juni 2010
Das Gefuehl von Mandarinen unter Gummistiefeln...
...und ein heftig trommelnder Regen auf der Kapuze. Das wird einer der bleibenden Eindruecke meines aktuellen Jobs bleiben.
Heute habe ich frei und sitze in der Bibliothek von Kerikeri, in der es kostenloses Internet gibt. Wie in fast jeder oeffentlichen Bibliothek in NZ, die im Uebrigen immer sehr modern aussehen und ausgestattet sind.
Ich bin also immernoch in Kerikeri und habe nun aber einen neuen Job. Das die Jobs hier staendig und kurzfristig wechseln, ist hier eher die Normalitaet. Zumindest unter den Backpackern. So arbeite ich jetzt auf einer Farm bei einem Menschen, den ich nur den Mandarinenmann nenne. Er ist das erste (verzeiht mir den Ausdruck bitte!) Arschloch, das ich hier kennengelernt habe und fuer das ich arbeite. Er bezahlt eigentlich ganz gut (15$), und das ist wohl der Grund, warum ich immernoch da arbeite. Kleiner Pluspunkt ist auch, das die Arbeit draussen stattfindet. Im Verglich zum Kiwipackhaus eine schoene Abwechslung. Solange es nicht regnet! Wie gestern. Und das war mal richtiger Starkregen. Da haette niemand seinen Hund rausgeschickt. Aber Backpacker rangieren glaube ich fuer diesen Mann ganz knapp unter Hunden. Nun ja, will nicht uebertreiben, aber der Job schon ziemlich negativ an, als einer von uns drei neuen Arbeitern noch vor Arbeitsbeginn gefeuert wurde. Wegen einer Nichtigkeit. Wir vermuten, ihm gefiel einfach der tschechische Akzent nicht. Auf jeden Fall wurde er beinahe vom Hof gejagt, weil er seine Steuernummer telefonisch nachreichen wollte. Normalerweise kein Problem, da man 5 Tage Zeit hat, sie nachzureichen. Fuer den Mandarinenmann offensichtlich der willkommene Vorwand, ihn zu feuern.
Haik und ich haben trotzdem bei ihm angefangen, weil wir das Geld brauchen. Wir gingen ausserdem erst nur von 2 Tagen Arbeit aus. Inzwischen sind wir schon 4 Tage da, und haben schon weitere negative Geschichten von anderen Backpackern gehoert, die bei dem Mandarinenmann gearbeitet haben. Demnach koennen wir jederzeit damit rechnen, gefeuert zu werden. Auch ohne Grund. Warten wirs also ab, ob wir Morgen wieder arbeiten duerfen. Und die folgenden Tage. Haben beide den Eindruck, staendig kontrolliert und ueberwacht zu werden. Wenns dann passiert oder ich dahinter komme, das es besser ist, selber zu kuendigen, buche ich es einfach unter Erfahrung ab.
Davon abgesehen bin ich seit zwei Tagen ziemlich erkaeltet, was den Job und die koerperliche Arbeit nicht grade leichter macht. In solchen Momenten, wenn man dann mit laufender Nase und Husten in einer Regenmontur und Gummistiefeln gebueckt an einem der 1,5 m hohen Mandarinenbaeume steht, der volle Sammelbeutel mit einem Tragegeschirr an den Schultern nach vorne zieht und der Regen auf die Kapuze trommelt, und bei jedem Schritt Mandarinen unter den Gummistiefeln zerplatzen, dann moechte man gerne zuhause auf der Couch liegen und nichts machen. Erst recht keine Mandarinen essen! In solchen Momenten nenne ich den Mandarinenmann dann Ar.......! Meinen ersten Gehaltsscheck vom Mandarinenmann wollte ich vorhin einloesen, was wegen des falsch ausgefuellten Schecks leider nicht moeglich war. Komischerweise war das nur bei mir der Fall. Haik konnte ihren ohne Problem einloesen.
Aktuell kann ich leider nicht besonders schwaermen. Denn da gibt es noch einen weiteren Grund, warum ich Geld brauche. Ich muss zum Zahnarzt! Und das ist sehr teuer hier. So teuer, das die aermeren Kiwis mit besonders vielen Zahnluecken rumlaufen. Faellt besonders bei vielen Maori auf. Mit mehreren hundert Dollar muss ich rechnen. Was meine Versicherung bezahlt, ist leider noch voellig unklar, da nur schmerzstillende Zahnbehandlungen abgedeckt sind. Und das kann im Extremfall bedeuten, das ich demnaechst einen Backenzahn weniger habe, da Zahnersatz nicht abgedeckt ist.
Ach ja, wie kam es dazu? Ich habe Spanferkel gegessen und leider nicht vor der knusprigen Schwarte halt gemacht. Da ist wohl mein Backenzahn kaputt gegangen, regelrecht zersprungen. Hoert sich schmerzhaft an, ist es auch. Zumindest benutzen kann ich die eine Seite zur Zeit nicht.
Ok, warten wirs ab, bleibt mir ja auch nichts anderes uebrig. Morgen ist der Termin beim Dentist. Drueckt mir die Daumen! Versuche mir immer wieder einzureden: No worries!
Heute habe ich frei und sitze in der Bibliothek von Kerikeri, in der es kostenloses Internet gibt. Wie in fast jeder oeffentlichen Bibliothek in NZ, die im Uebrigen immer sehr modern aussehen und ausgestattet sind.
Ich bin also immernoch in Kerikeri und habe nun aber einen neuen Job. Das die Jobs hier staendig und kurzfristig wechseln, ist hier eher die Normalitaet. Zumindest unter den Backpackern. So arbeite ich jetzt auf einer Farm bei einem Menschen, den ich nur den Mandarinenmann nenne. Er ist das erste (verzeiht mir den Ausdruck bitte!) Arschloch, das ich hier kennengelernt habe und fuer das ich arbeite. Er bezahlt eigentlich ganz gut (15$), und das ist wohl der Grund, warum ich immernoch da arbeite. Kleiner Pluspunkt ist auch, das die Arbeit draussen stattfindet. Im Verglich zum Kiwipackhaus eine schoene Abwechslung. Solange es nicht regnet! Wie gestern. Und das war mal richtiger Starkregen. Da haette niemand seinen Hund rausgeschickt. Aber Backpacker rangieren glaube ich fuer diesen Mann ganz knapp unter Hunden. Nun ja, will nicht uebertreiben, aber der Job schon ziemlich negativ an, als einer von uns drei neuen Arbeitern noch vor Arbeitsbeginn gefeuert wurde. Wegen einer Nichtigkeit. Wir vermuten, ihm gefiel einfach der tschechische Akzent nicht. Auf jeden Fall wurde er beinahe vom Hof gejagt, weil er seine Steuernummer telefonisch nachreichen wollte. Normalerweise kein Problem, da man 5 Tage Zeit hat, sie nachzureichen. Fuer den Mandarinenmann offensichtlich der willkommene Vorwand, ihn zu feuern.
Haik und ich haben trotzdem bei ihm angefangen, weil wir das Geld brauchen. Wir gingen ausserdem erst nur von 2 Tagen Arbeit aus. Inzwischen sind wir schon 4 Tage da, und haben schon weitere negative Geschichten von anderen Backpackern gehoert, die bei dem Mandarinenmann gearbeitet haben. Demnach koennen wir jederzeit damit rechnen, gefeuert zu werden. Auch ohne Grund. Warten wirs also ab, ob wir Morgen wieder arbeiten duerfen. Und die folgenden Tage. Haben beide den Eindruck, staendig kontrolliert und ueberwacht zu werden. Wenns dann passiert oder ich dahinter komme, das es besser ist, selber zu kuendigen, buche ich es einfach unter Erfahrung ab.
Davon abgesehen bin ich seit zwei Tagen ziemlich erkaeltet, was den Job und die koerperliche Arbeit nicht grade leichter macht. In solchen Momenten, wenn man dann mit laufender Nase und Husten in einer Regenmontur und Gummistiefeln gebueckt an einem der 1,5 m hohen Mandarinenbaeume steht, der volle Sammelbeutel mit einem Tragegeschirr an den Schultern nach vorne zieht und der Regen auf die Kapuze trommelt, und bei jedem Schritt Mandarinen unter den Gummistiefeln zerplatzen, dann moechte man gerne zuhause auf der Couch liegen und nichts machen. Erst recht keine Mandarinen essen! In solchen Momenten nenne ich den Mandarinenmann dann Ar.......! Meinen ersten Gehaltsscheck vom Mandarinenmann wollte ich vorhin einloesen, was wegen des falsch ausgefuellten Schecks leider nicht moeglich war. Komischerweise war das nur bei mir der Fall. Haik konnte ihren ohne Problem einloesen.
Aktuell kann ich leider nicht besonders schwaermen. Denn da gibt es noch einen weiteren Grund, warum ich Geld brauche. Ich muss zum Zahnarzt! Und das ist sehr teuer hier. So teuer, das die aermeren Kiwis mit besonders vielen Zahnluecken rumlaufen. Faellt besonders bei vielen Maori auf. Mit mehreren hundert Dollar muss ich rechnen. Was meine Versicherung bezahlt, ist leider noch voellig unklar, da nur schmerzstillende Zahnbehandlungen abgedeckt sind. Und das kann im Extremfall bedeuten, das ich demnaechst einen Backenzahn weniger habe, da Zahnersatz nicht abgedeckt ist.
Ach ja, wie kam es dazu? Ich habe Spanferkel gegessen und leider nicht vor der knusprigen Schwarte halt gemacht. Da ist wohl mein Backenzahn kaputt gegangen, regelrecht zersprungen. Hoert sich schmerzhaft an, ist es auch. Zumindest benutzen kann ich die eine Seite zur Zeit nicht.
Ok, warten wirs ab, bleibt mir ja auch nichts anderes uebrig. Morgen ist der Termin beim Dentist. Drueckt mir die Daumen! Versuche mir immer wieder einzureden: No worries!
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