Dienstag, 29. März 2011

Abenteuer Arbeiten im Outback

Wie ihr seht, habe ich den Job im Outback wie geplant durch ziehen können. Erwartet haben wir vier deutschen Backpacker eine Farm in der Nähe von Beacon (die Stadt erinnert einen an den Film Zombieland), einem kleinen Kaff (hier Stadt genannt) mitten im Outback. Verabredet waren wir Montag morgens am Postamt, das gleichzeitig der einzige Shop ist. Nachdem wir in der Nacht zum Montag im Zelt und Auto am "Stadtrand" übernachtet hatten, trafen wir also Ruth, unseren Kontakt, der uns abholen sollte. Mit dabei Bradley, ihr 19 jähriger liebenswürdiger Enkel mit Down Syndrom, der uns direkt mit "Hey dude, you are cool!" begrüßte, was wir die folgende Woche noch unzählige Male hören würden. Nachdem erstmal ein riesiger Einkauf für über 600$ in dem kleinen Store gemacht wurde, alles Nahrungsmittel für die nächsten paar Tage, ging es dann los. Wir bekamen nur gesagt, bitte folgen bis wir da sind und es wären noch ca. 60 km.
Bei der Ankunft stellte sich heraus, das "da" keine Farm im Outback war, sondern ein Arbeitscamp im Outback, weit ab von jeglicher Behausung. Unsere Unterkunft für die nächsten Tage war dieser Kontainer, wobei ich das fragwürdige Glück hatte, zusammen mit Chris und Jessie, die ich später noch erwähnen werde, in einem verranzten kleinen Wohnwagen zu schlafen. Immerhin gab es einen Dieselgenerator und damit begrenzt (bis 9.30pm) Strom. Handyempfang natürlich Fehlanzeige, aber damit hatten wir gerechnet.
Neben diesem Container und dem kleinen Wohnwagen gab es noch einen großen Wohnwagen, in dem Mark mit seinem Sohn Bradley schlief, und einen großen zum Wohnmobil umgebauten modernen Bus, in dem unser Boss Porky und seine Frau Ruth wohnten. Natürlich gab es noch mehr Fahrzeuge, große Maschinen und Equipment, die letztendlich das Camp bildeten.
Das Bild zeigt einen unserer typischen Feierabende. Aufgestanden wurde übrigens mit Sonnenaufgang, ca. 6am, wenn unser Boss den Generator startete, und gearbeitet wurde bis 5.30pm. Das alles bei bis zu 35°C am Nachmittag, ohne Schatten, in einer ziemlich monotonen Landschaft, die aber durchaus ihren Reiz hatte. Gleich am ersten Tag wurden wir von einem Gewitter überrascht, was uns sintflutartigen Regen bescherte und das Arbeiten unmöglich machte. Die verbleibenden Stunden bis zum Feierabend wurden allerdings bezahlt, was uns sehr gewundert hat. Zugleich wurden wir darauf hingewiesen, das wir neben dem Gewitter auch echt Glück hatten, das es die Woche recht Kühl sein sollte mit den 35°C. Die letzten Wochen waren es wohl täglich über 40°C! Fällt einem trotzdem schwer, über 35°C im Schatten froh zu sein.
Wie sah eigentlich unser Job aus? Unter Fencing kann sich ja jeder was anderes vorstellen. Der ganze Auftrag betraf die Verbesserung des Dogfence. Die Regierung bezahlt im Grunde die Instandhaltung eines Zaunes für den Schutz der kultivierten Landschaften vor Wildhunden, den bekannten Dingos. Dieser Dogfence ist zum Teil weit über 100Jahre alt und allzu durchlässig für Dingos geworden. Früher sollte er auch mal Kaninchen abhalten, was aber aufgegeben wurde. Wir sollten nun an den alten Zaun einen Untergrabungsschutz aus Draht anbringen. Ich ergebe mich hier nicht Details, die keinen interessieren. Nur soviel dazu, ich hatte auch ein wenig Spaß mit meinen Arbeitsgeräten, einer 125er Crossmaschine, mit der die Zäune abgefahren und kontrolliert wurden, und zwei Quads.

Die Richtige Arbeit war natürlich schweißtreibend anstrengend und weniger Spaß fördernd, wie ihr euch vorstellen könnt.

An den Feierabenden wurde man fast jeden Tag mit den schönen Farben der Sonnenuntergänge des Outbacks verwöhnt, auf die dann der unvergleichliche Sternenhimmel in der Nacht folgt. Einfach fantastisch, diese Eindrücke.
Im Camp war übrigens stricktes Alkoholverbot, so das wir uns die Abende mit Gesprächen und "How I met your mother" Episoden vertrieben. Das Essen war übrigens das Beste, was ich in den letzten Monaten an 6 Tagen in Folge bekommen habe. Schon bewundernswert, was Ruth so in ihrem Bus zaubern konnte. Nur die Gespräche und der Umgangston waren zunächst sehr gewöhnungsbedurftig, zumindest was das Niveau angeht. Ich bin ja schon einiges von diversen Jobs am Bau gewöhnt, aber hier wurde alles getoppt. Natürlich bildeten wir Backpacker da eine Ausnahme, soweit dies möglich war;-)
Unser Boss Porky war ganz zufrieden mit uns Backpackern, nur Jessie, ein 17jähriges Großmaul, der außer Schimpfwörtern und furzen nichts draufhatte, und Chris, der etwas verpeilte 19jährige Stiefenkel von Porky und Mark´s Sohn, brachten ihn ständig auf die Palme. Jeden Tag wurde etwas an Gerät beschädigt und die Faulheit der beiden war unbeschreiblich. Da wir mit den beiden in Teams zusammenarbeiteten, machte das uns einige Sorgen. Wir wundern uns dann doch, wenn bei solcher Arbeitsmoral noch große Boni gezahlt werden. Aber so ist das dann in Australien halt. Übrigens ist hier in Australien Eigeninitiative im Berufsleben eindeutig unerwünscht! Das untergräbt nämlich die Autorität des Bosses. Ja, genau! Wenn dann mal die Arbeit ausgeht, dann macht man halt Pause und wartet, was als nächstes kommt. So wurden zum Teil Stunden verbracht, weil die Arbeitsabläufe nicht abgestimmt ware, oder aber Chris und Jessie wieder mal keinen Bock hatten. Für mich und die anderen teilweise eine nur schwer nachvollziehbare Arbeitsmoral. Wir hatten außerdem auch immer Schiß vorm Boss, aber der fand das wohl mehr oder weniger normal. Komisch, die Aussies! Aber an Geld scheint es hier wohl nicht zu mangeln.
Nebenbei habe ich auch mit dem australischen Wildlife Bekanntschaft machen können. Diese Witchetty-Made soll essbar sein, was ich mir aber dank guter Verpflegung erspart habe. Außerdem war diese hier schon ziemlich groß. Aber sehr interessant. Auch andere wirbellose Tiere gabs zuhauf, zumeist hochgiftige allerdings, wie die Wolfsspinne, Redback-Spinne oder Banana-Spinne. Netter anzusehen waren wohl die Reptilien in den nächsten Bildern. Leider konnten wir nur einige der kleinen fangen, die sind verflucht schnell.
@Peter: Falls du das liest, kannst mir ja spontan mal einen Beweis deines umfangreichen Wissens liefern und mir die Namen verraten.

Nachdem wir unseren Auftrag abgeschlossen hatten, haben wir das Camp abgebrochen und sind zurück nach Beacon gefahren. Da ich glücklicherweise einen der alten Führerscheine habe, konnte ich sogar einen der Trucks mit Anhänger fahren. Die ganze Karavane war echt stattlich anzusehen, und das auf über 130 km Strecke nach Beacon.
In Beacon sind wir übrigens noch immer. Porky hat uns in einem seiner Häuser einquartiert, ganz für umsonst, da wir ihm in zwei Tagen nochmal helfen sollen, die Trucks für das nächste Projekt zu beladen. Ein Tag mehr Arbeit, mehr Geld, da sagen wir nicht nein. Zumal auch die Verpflegung bis dahin inclusive ist. Und wie es sich so anhört, könnten in der Umgebung noch mehr Jobs warten. Das wird sich wohl in den nächsten zwei Tagen herausstellen. Wir werden sehen.
Übrigens, Handyempfang gibt es hier immernoch nicht, deshalb wundert euch nicht, das ich mich nicht melde. Ich bin schon ganz begeistert, das ich Internet habe, was sich aber auch schnell in Abhängigkeit vom nächsten Job ändern kann.
Hoffentlich war der Job nur ein guter Anfang. Wünscht mir Glück, das es weitergeht mit dem Geldverdienen.

PS: Die Erfahrung hier im Outback zu arbeiten, fand ich übrigens super! Das ist also Australien, oh sorry, Western Australia!

Sonntag, 20. März 2011

Auf Arbeitssuche in Perth/Fremantle

Zuerst mal möchte ich noch die Skyline Bilder von Sydney nachliefern. Et voila!

In Perth habe ich meine ersten Kängurus anfassen können. Sehr liebe Tierchen, wie ihr seht. Und da ich sparen muss, war das natürlich ein Freizeitevent for free.

Skyline von Perth
Straße in Freemantle. Mein Hostel Backpackers Inn Freo möchte ich hiermit ausdrücklich nicht weiter empfehlen!

Ihr habt lange nichts von mir lesen können, weil auch sehr lange nichts weltbewegendes passiert ist. Und genau das ist mein Problem! Die Tage nach meiner Ankunft in Perth plätscherten so dahin, ohne das sich ein Job finden ließ. Ich habe mich bei verschiedenen Arbeitsvermittlungen registriert, online Stellengesuche platziert und hab auf Baustellen und in Cafes nachgefragt. Auch als Biologe hab ichs mal probiert. Nichts. Und das liegt unter anderem daran, das hier an der Westküste eine sehr untypische Situation herrscht. Durch die Flut und die Zyklone an der Ostküste sind sehr viele Backpacker an die Westküste gereist, die normalerweise eher links liegen gelassen wird. Und hier suchen diese Leute genau wie ich nach Jobs, die es in normalen Jahren hier zuhauf gibt. Viele Jobs, die zunächst optimal klingen, liegen dann so ungünstig, das man ein Auto benötigt, um täglich zur Arbeit zu kommen. Da wünsch ich mir dann meinen Van zurück, den ich in NZL hatte. Meine gute alte Betty vermisse ich sowieso recht häufig, da das Schlafen in in den Dormrooms der Hostels nicht wirklich angenehm ist. Aber das ist ja immernoch ein Low Budget Project, und daher will ich darüber nicht jammern. Und ein wenig Glück hatte ich auch, wenn man es nicht als normal betrachtet, keine Bettwanzen zu haben, wie viele meiner Mitbewohner. Die Hygiene hier in den Hostels ist um einiges schlechter als in NZL und die Preise sind dafür um so höher, auch an der Westküste.
Was die Jobsuche angeht, so gab es schon Momente, die einem eine Achterbahn der Gefühle beschert haben. Und das passiert dann, wenn man anderen Leuten, besonders Australiern, zuviel Vertrauen schenkt. So wird einem zB ein Job auf den Perlenfischerbooten in Broom versprochen versprochen, harte Arbeit zwar, die aber sehr gut bezahlt wird und an die man nur über Beziehungen kommt. Solch ein Kontakt sollte John sein, ein Bootskapitän aus Adelaide, der mir beste Kontakte nach Broome, der Perlenstadt im Norden, zu haben schien. Wie sich heraustellte, wurde ich dann über Tage immer weiter hingehalten, Termine wurden abgesagt, dann wurde mir sogar noch eine kostenlose Schiffspassage nach Broome in Aussicht gestellt sowie ein Job versprochen, bis John sich dann schließlich einfach aus dem Staub gemacht hat. Natürlich ohne mir auch nur ne Telefonnummer gegeben zu haben. Ich bin natürlich nicht so naive gewesen und habe mich auf den lieben John verlassen, und habe weiter nach einem Job gesucht. Zusammen mit drei anderen Backpackern, Joe, Christian und Kim, habe ich jetzt einen Job für eine Woche im Outback bekommen. 300km entfernt von Perth in der Mitte von Nirgendwo. Fencing, also Zäune reparieren. Kost und Logis frei, dafür natürlich keine besonders aufregende Bezahlung. Aber immerhin ein Job und Geld. Ich muss allerdings dazu sagen, das wir zwar die Zusage haben, aber noch nicht genau wissen, wo das sein soll. Wir warten auf einen Anruf von einem Satelittentelefon (Outback halt!), mit dem eine Wegbeschreibung kommen soll. Nach meinen Erfahrungen mit John und anderen Backpackern bin ich ziemlich misstrauisch und vorsichtig optimistisch. Wir werden sehen. Nachdem ich aber schon ziemlich frustriert war und meine Kreditkarten ausgereizt sind, muss sich ziemlich schnell was ändern. Bin ja eigentlich zum Arbeiten hier und nicht zum Abhängen und Urlaub machen. Falls ich also den Job im Outback mache, werde ich danach mit den anderen Jungs, die ein Auto besitzen weiter die Westküste rauf und in jedem Kaff, das nicht von Backpackern überrannt ist, nach einem Job fragen. Wir sind optimistisch und außerdem werde ich auf diese Weise Geld sparen, da wir in Zelten schlafen werden.
Um meine düstere Situation mal ein wenig aufzuhellen, hier ein paar nette Fakten. Das Leben mit anderen Backpackern in einem Hostel hat auch seine Vorteile. Man lernt viele nette Leute kennen, zum Teil sehr schräge und lustige Menschen, mit denen man viel Spaß hat. Die Facebook-Kontakte werden immer mehr. Es ist ziemlich anders, verglichen mit meinem NZL-Trip. Es wird ziemlich viel getrunken, hauptsächlich "Goon", ein billiger Fuselwein, der in 4 Liter-Beuteln verkauft wird, und auf dem steht, das auch Fisch-, Eier- und Milchbestandteile enthalten sind. Das klingt nicht nur ekelhaft, das schmeckt auch so. Deshalb wird diese Plörre auch meist sehr süß getrunken und wenn man Glück hat, gekühlt. Goon ist übrigens das Aboriginal Wort für diese köstliche Gesöff, was nicht von ungefähr kommt. Eigentlich sind alle Ureinwohner, die ich bisher gesehen habe, ziemliche Schatten ihrer selbst. Alkohol und Drogen hinterlassen ihre Spuren. Die ganze Situation gibt einem schon zu denken, ein perfektes Beispiel für misslungene Integration. Andererseits habe ich gehört, das die Aboriginals Autos, Wohnungen und wöchentliche Zuwendungen von 400$ bis 600$ bekommen sollen. Aber mein Wissen ist noch ziemlich lückenhaft, so dass ich mir noch keine Meinung gebildet habe.
Zurück zu den netten Fakten. Ich bin zur Zeit in Fremantle, einer Stadt sehr nahe bei oder an Perth. Fremantle ist wirklich eine sympathische kleine Stadt, sehr gepflegte, schöne alte Gebäude mit nettem Flair in den Palmengesäumten Straßen. Natürlich touristisch geprägt, aber von der gesamten Erscheinung die bisher schönste Ortschaft, in der ich war. Sowas gab es auch in ganz Neuseeland nicht, wobei ich ja nicht in Napier war, was mir ähnlich beschrieben wurde.
In der Freizeit, die ich leider zu viel in den letzten Tagen hatte, geht man hier zum Southbeach, an dem abends auch schonmal Gitarrensessions abgehalten werden. Wie man sich das halt so klischeehaft von Backpackern vorstellt. Ich habe also durchaus auch schöne Momente, die ich mit netten Leuten genieße. Trotzdem muss sich etwas ändern. Der finanzielle Druck macht einem das Leben ziemlich schwer. Drückt mir die Daumen, das ich zumindest den Job im Outback durchziehen kann.

Montag, 7. März 2011

Blue Mountains - Ruined Castle Track

Also bin ich mit Sonia und Cecile wandern gegangen. Wir hatten uns so 6 h und 14 Km vorgenommen. Ich hatte soviel Spaß wie schon lange nicht mehr und machte ein paar wirklich schöne Fotos. Mit anderen macht das Rumlaufen doch mehr Spaß, habe ich wieder mal gemerkt. Wir machten zeimlich viele verrückte Sachen und ich brach in lautes Gelächter aus, als ich mitbekam, wie die Mädels sehr enttäuscht waren bei unserer Ankunft und mir verrieten, das sie eine richtige Ruine erwartet hatten. Namensgeben für die Felsformation ist tatsächlich, das sie von sehr weit weg wie eine Burgruine mit Türmchen auf einem Hügel aussieht.

Wir machten mit einer atemberaubenden Aussicht Mittagspause, während der natürlich Unmengen an Bildern gemacht wurden. Und einige kleine lustige Videos. Für meine natürlich nicht gestellten Meditationsfotos habe ich übrigens mein Leben gewagt, als ich dorthin geklettert bin. Hat sich aber gelohnt, wie ich meine. Wieder mal bereute ich, das ich meine Klettersachen in Deutschland gelassen habe.

Von links nach rechts: Sonia, Cecile un isch.




Keine Ahnung wie der heißt, bin immernoch kein Ornithologe. Aber Sonia meinte irgendwas mit Yellow Eye ....


Das Wetter war nicht ganz so schön an diesem Tag, dafür war es aber auch nicht zu heiß und wir konnten diese schönen Momente der durchbrechenden Sonne erleben. Fällt in solchen Augenblicken nicht wirklich schwer, es positiv zu sehen.


Abend wurde übrigens wieder zusammen gekocht, und fast unmöglich aber war, ich hatte noch mehr Spaß als den Abend zuvor. Das Lag zum einen wahrscheinlich daran, das Cecile noch nie vorher einen Pudding gemacht hat und 15 min damit beschäfftigt war, einfache Milch ohne alles mit einem Mixer zu bearbeiten.

Am nächsten Tag bin ich mit Zahlreichen neuen Kontakten zurück nach Sydney und direkt nach Manly, wo ich einen Tag am Strand verbringen wollte. Und hier muss ich sagen, Fabian, ich bin ja schon etwas neidisch auf dich. Du hast da gewohnt! Wie geil ist das denn?! Manly ist definitiv mein Lieblingsstadtteil von Sydney. Nicht so viele attraktive Joggerinnen, aber dafür übertrifft das Flair Bondi bei weitem. Hätte ich die Wahl, ich würde auch dort bleiben wollen.
Am Abend habe ich mich dann mit Jan und seinem Freund Damian getroffen. Jan hatte sein Arbeiten abgebrochen, um sich mit seinem Kumpel Damian aus Deutschland zu treffen und zu reisen. Ich wollte den Beiden ein paar Tage Gesellschaft leisten und noch mal das Zusammensein mit langjährigen Freunden genießen. Ist als Backpacker eher ein seltenes Erlebnis. Und wir hatten wohl Spaß, wenn ich das mal sehr kurz beschreiben soll, 6 Augen sehen halt mehr (Joggerinnen) als zwei! Wir sind uns übrigens einig, das Sydney wohl die sportlichste Stadt sein muss, die wir kennen. Kaum dicke Menschen, man kommt sich schon mit einer normalen Figur so unsportlich vor, und überall laufen, schwimmen, surfen Menschen, machen Klimmzüge und Liegestütze, boxen mit ihrem Personal Trainer am Srand oder werden von ihm im Armee Stil über den Strand gehetzt. Zur Freude für Jan, Damian und mich! Schlechtes Gewissen nicht die Bohne...
Ich werde noch ein paar Bilder von Manly und Bondi hochladen, natürlich auch von meiner Fährüberfahrt. Aber ich bin eben erst in Perth angekommen und muss jetzt noch in einen anderen Stadtteil pilgern, wo ich nach langem Suchen im Internet noch ein Hostel gefunden habe, das nicht ausgebucht war. Irgendwie scheinen alle Backpacker nach Perth zu gehen, um zu arbeiten. Kein schönes Gefühl, schmälert das doch meinen Optimismus. Ich werde berichten

Samstag, 5. März 2011

Flucht in die Blue Mountains


Sorry, das ich jetzt erst schreibe, aber es ist einfach zu viel passiert und immerhin habt ihr ja ein paar schöne Bilder gehabt, die euch vertröstet haben.
Ja, das da oben ist übrigens Bondi Beach. Der Strand mit den meisten hochattraktiven Joggerinnen (sehr edel ausgedrückt wie ich finde), den ich je gesehen habe. Oder vielmehr habe ich sie auf dem schönen Coastal Walk zum Tamarama Beach gesehen. Ich war zweimal in Bondi, wie ihr seht hatte ich beim ersten Mal sehr gutes Wetter, war aber alleine. Gestern war ich das zweite Mal dort, als grade die Vorbereitungen für einen Surfcontest liefen. Leider kann ich den ja nicht mehr mitbekommen, da ich schon in Perth bin.
@Fabian: Ich bin jetzt Clubmitglied bei den Bondi Icebergs, habe allerdings nur Geld für einen Kaffee ausgeben können, da Fish´n´Chips einfach zu teuer war. Ich glaubs dir einfach mit dem Tip.
Abgesehen davon das die Wellen nicht schlecht waren, ist der Strand wohl wegen seiner Lage so berühmt. Besonders schön war er jetzt nicht, sehr voll natürlich und zum schwimmen sind auf jeden Fall die Tamarama Strände besser geeignet. Da habe ich gestern übrigens meinen Nachmittag verbracht bevor ich Sydney endgültig verlassen habe.
Nun aber zu meiner Flucht in die Blue Mountains. Ich habe also auf Unterkunft und Mardi Gras in Sydney verzichtet, habe also mal den einfachen Weg gewählt, und bin stattdessen in die Blue Mountains. Genauer mit dem zug nach Katoomba und dort ins Flying Fox Hostel, was ein echter Glücksgriff war. Sehr nette Leute getroffen und viel Spaß gehabt.
Ich war ziemlich überrascht, als ich nach meiner Ankunft meine erste 5 h Wanderung machte und die geniale Aussicht bei idealem Wetter genießen konnte.


Die Felsformation der "Three Sisters" ist wohl der berühmteste Platz in den Blue Mountains und sehr touristisch. Man kann im Prinzip direkt mit dem Auto vorfahren und auf die Aussichtsplattform. Ist deswegen aber nicht weniger spektakulär. Ich kann euch sagen, das der so genannte Giant Stairway auf der Rückseite der Sisters kein Zuckerschlecken ist, auch wenn man nur den Abstieg ins Tal wählt. Die Arbeiter, die ihn geschaffen haben, müßten eigentlich Helden genannt werden. Neben diesen Treppen gibt es noch zwei weitere Treppen, die eigentlich in nichts nachstehen. Natürlich bin ich alle hoch und runter, was mein Knie schmerzhaft bezeugen kann.
Der bläuliche Dunst, der den Bergen auch den Namen gibt, soll übrigens von den Eukalyptusbäumen im Regenwald stammen, so wurde mir erklärt. Bei schlechtem Wetter ist oft nicht viel von der Aussicht zu sehen, da das gesammte Tal dann häufig mit Nebel geflutet ist. Ich konnte mich also glücklich schätzen. Mit Wetter habe ich ja bei meinen Wanderungen schon viel Glück gehabt, hoffen wir, das es so bleibt.


Bein den wenig beeindruckenden Katoomba Falls (kleine aber hhe Wasserfälle) habe ich dann erste Berührung mit Amphibien gehabt. Nett anzusehen, wie ich meine. Leider kommen die Farben nicht so rüber wie es natürlich der Fall ist. Und den Namen kann ich Interessierten auch nicht sagen. Bin sicher, der Peter wüßte ihn sofort;-)
Ich habe bei den Sisters auch einen riesigen Blue Tongue gesehen, eine Echse mit blauer Zunge, die ich aber nicht vollständig fotographieren konnte. Abgeshen davon gab es viele nette Vögel, die eine beeindruckende Gesräuschkulisse im Regenwald boten. Kakadoos, weiße wie auch schwarze, wobei dir Weißen nicht wirklich selten sind und ziemlich gräßlich schreien, und andere Papageien.

Am späten Abend bin ich dann zurück zum Hostel und habe eine kurze Nacht mit schnarchenden Zimmergenossen gehabt. Mir einem Engländer, Alex, habe ich mich übrigens gut verstanden. Am nächsten Tag bin sind wir zusammen mit 3 Mädels wieder in die Berge und haben abends alle zusammen thailändisch gekocht. Das sind dann die Abende als Backpacker mit viel Spaß und lustigen Geschichten. Mir hat es so gut gefallen im Flying Fox, das ich noch um eine Nacht verlängert habe. Leider sind meine Gefährten vom Vortag alle abgereist, so das ich mir neue suchen musste. Auch mal wieder typisch Backpackerleben. Aber nicht wirklich ein Problem, denn ich fand Sonia, eine Kanadierin aus Quebec City und Cecile, eine Französin.
Und zusammen ging es auf den Ruined Castle Track.
Keine Ahnung wie der heißt, bin kein Ornithologe!
Schwarzer Kakadoo

Mittwoch, 2. März 2011

Erstes Problem(chen)

Zuerstmal habe ich zum Start des Kapitel II dem Blog ein neues Outfit spendiert. Bitteschön, Marco, du hast es so gewollt...bin noch nicht sicher, ob das die endgültige Variante ist.
Wenns euch nicht gefällt, einfach melden, Kommentare sind wie immer erwünscht!
Und nun zu meinem Problem, wobei ich noch nicht sicher bin, wie es ausgehen wird. Am Wochenende ist Mardi Gras in Sydney! Das ist sowas wie der Christopher-Street-Day in Köln, eine große Schwulen- und Lesbenparade durch Sydney mit viel Party das ganze Wochenende durch. Das klingt zuerstmal ganz toll, werdet ihr sagen. Dachte ich auch. Zuerst! Nur leider hab ich das nicht gewusst, als ich nach Sydney gekommen bin und im Hostel eingecheckt habe. Und so habe ich es versäumt, ein Bett fürs Wochenende zu buchen. Ich wußte ja noch nicht, wie lange und wo ich bleiben werde. Ich versuche mir grad ne Unterkunft zu besorgen, was sich als schwierig bis unmöglich herausstellt, wenn man mein Budget beachtet. Ein Hotel ist finanziell nicht möglich und bisher habe ich nur Angebote der Hostels ab 120$ aufwärts bekommen. Mal sehen, wie ich da wieder herauskomme.
Als Alternative könnte ich natürlich das Wochenende durchfeiern, ohne ein Bett, tagsüber im Park pennen und meinen Backpack in nem Hostel lagern... allerdings würde mich das wahrscheinlich auch sehr teuer kommen, denn feiern kostet bekanntlich. Schaun wa mal.

Dienstag, 1. März 2011

KAPITEL II: Australien: Die Ankunft


Ich bin da. Wie die Überschrift schon sagt, ich weiß. Sydney, diese riesige Metropole, die so anders ist als Auckland, vor allem aber größer;-) Nachdem ich gestern Abend gut angekommen war, habe ich erstmal eine kurze Nacht (ein Horror-Schnarcher) im BASE Hostel verbracht. Und dort werde ich auch die folgende Nacht verbringen. Den heutigen Tag habe ich mit Formalia und Sightseeing verbracht. Kam mir vor, als wäre alles wieder auf Anfang programiert. Nur das Englisch klappt inzwischen etwas besser, hehe. Also habe ich heute eine Steuernummer beantragt, was echt mal sehr schnell und leicht ging. Deutschland, schneide dir wieder mal ne Scheibe ab! So langsam werden es ganz schön viele Scheiben, na ja. Ok, angeblich dauert das ganze 4 Wochen, bis ich die Nummer habe, aber wir werden sehen. Und arbeiten kann ich auch schon vorher. Denn dazu brauch ich vor allem ein Bankkonto, was ich natürlich auch heute erledigt habe. Bei der St. Georg Bank, und wieder mal, es dauerte nicht mal 20 min und ich hatte meine neue VISA Debit Card in meiner Hand, inklusive Online und Telefonbanking. Nächste Scheibe für Deutschland... Ok, dann kam der angenehme Teil des Tages, wenn man Sightseeing in tropischer Hitze mit enormer Luftfeuchte als angenehm empfinden kann. Also ab zum Hafen, Harbourbridge und Oper besichtigen. Standardprogramm also, aber für den ersten Tag "voll befriedigend" (hätte der Guttenberg wohl gerne gehabt in seinem Examen...) und ja nur der Anfang. Habe mir für die nächsten Tage schon einiges vorgenommen. Aber das berichte ich dann, wenn ichs gemacht habe. Blue Mountains, diverse Strände... ihr werdet sehen. Im Übrigen wird mir McDonals immer sympathischer, da es hier kostenloses Internet gibt. Das war zwar schon in Neuseeland so, aber dort konnte man Orte wie die Bibliotheken mit weniger Essensgeruch und weniger Pennern bevorzugen. Abgesehen von McDonalds kann man auch die Apple Computer im Apple Store kostenlos benutzen, was aber weniger bequem ist. Dafür die neueste Apple Technik... Ok, ich lote also die Möglichkeiten dieser riesigen Stadt aus, was echt mal ein Unterfangen ist. Nebenbei, diese Stadt ist verdammt teuer! Und hoffentlich eine Ausnahme in Australien. Das Einzige, was billiger ist, als in Neuseeland, ist die Milch. Mal sehen, was man mit Milch so alles machen kann;-) Habe übrigens Weet Bix als frühstück für mich entdeckt. Hoffentlich werden die mal nach Deutschland, oder das Land, in dem ich mal leben werde, eingeführt. Ich melde mich, mit besseren Bildern, versprochen. Für alle, die nach "Kapitel 1: Neuseeland inkl. Tonga" noch nicht genug haben von mir. Wär schön, wenn ein paar dran bleiben, damit ich weiß, das sichs lohnt.
Zum Schluss möchte ich noch den lustigsten Vineyard Namen von Neuseeland küren. In der Region bei Leigh gefunden. Leider konnte ich den Wein nicht probieren, und kann nichts über die Wirkung sagen.