Donnerstag, 30. Dezember 2010

Neuigkeiten und kein Plan

Tja, es gibt Neuigkeiten.
Zuerst mal habe ich heute meinen letzten Arbeitstag gehabt. Zwangsweise, weil es keine Arbeit mehr im Orchard gab! Und da es in den letzten 2 Wochen echt bescheiden war, was das arbeiten angeht, gehe ich mit 1000$ weniger weg als ich kalkuliert habe. Es wird also spannend!
Mitte Januar wird Petra, meine "Yogalehrerin", zu mir stoßen und mit mir reisen.
Und jetzt kommen die richtig dicken News: Ich habe ein Work and Holiday Visum für Australien beantragt. Allerdings schon vor einigen Tagen. Und heute habe ich die Zusage bekommen. D.h., es geht wahrscheinlich etwas länger nach Australien, als ich geplant hatte. Werde wohl an der Westküste arbeiten gehen. Aber das kann nicht wirklich als Plan bezeichnet werden. Habe natürlich noch einige Sachen vorher zu klären. Aber alles scheint möglich.
Bin übrigens wieder in Queenstown, um hier mit einer richtig dicken Party in mein neues Jahr zu feiern.
Ich wünsche euch alles Gute in eurem neuen Jahr und viel Spaß beim Feiern.

Montag, 27. Dezember 2010

Reunion

Wie in letzter Zeit so oft habe ich zu wenig Zeit um einen ausführlichen Bericht zu schreiben. Des halb hier in aller Kürze die Essenz der letzten Tage.

Ich habe Jan am 25. Dezember, der eigentliche Weihnachtstag hier, in Oamaru abgeholt. Gebucht hatten wir ja das Old Bones Backpackers, das bestgewertete Hostel in Neuseeland. Und es hat Wort gehalten, es ist echt sehr schön hier, direkt am Strand, sehr luxuriös und nette Gastgeber. Die haben Jan und mich auch spontan zu ihrer Familienweihnachtsfeier eingeladen. Es war ein großes Hangi geplant, das traditionelle Festessen der Maori, bei dem mit heißen Steinen ein Berg von Fleisch und Gemüse in einem Erdloch gegart wird. Das Hangi ist dann zu einem riesigen BBQ mit ca. 15 Personen und viel Bier ausgartet. War echt eine super Erfahrung mit den Kiwis Weihnachten zu feiern.
Nachdem ich Jan abgeholt hatte, sind wir allerdings zunächst zum Strand eine Runde schwimmen gegangen. Dort ist auch dieser Schnappschuß weiter oben entstanden ;)
Ok, kürzer Maik!!

Nach dem großen Essen mußten Jan und ich aber auch noch unser eigenes Essen zubereiten, was wir geplant hatten. Ich habe mein Lieblingsessen einfach festgesetzt: Coque-aux-vin (hoffentlich richtig geschrieben), aber mit Truthankeulen anstatt Huhn.
Das wurde dann zum Mitternachtsmahl. Und wir mußten ins Bett rollen.
Am nächsten Tag haben wir unsere Zeit mit einem Ausflug zu den Moeraki Boulders und den Pinguinen verbracht.


Jetzt wissen wir auch, was in den Boulders steckt: ein frisch geschlüpfter Jan!


Yellow-eyed Penguin am Leuchtturm von Moeraki.
Junger Yellow-eyed Pinguin: die Pinguine brüten im Wald.



Die kleinen blauen Pinguine kommen nur ab 10 Uhr abend raus und passieren die Straßen in Oamaru. Sehr putzig anzusehen, eine Attraktion in Oamaru. Jan und ich haben uns nur über idiotische Touristen aufgeregt, die die Pinguine bedrängen.

So, Jan wird morgen Neuseeland wieder verlassen und nach Australien zum arbeiten gehen. Wir verbringen jetzt einen entspannten letzten Tag unter Freunden mit angeln und Strand. Leider im Nieselregen, aber bei 25°C.
Ich melde mich wieder nach Sylvester.

Freitag, 24. Dezember 2010

Heiligabend "Christmaseve" 2010 in Oamaru





Und morgen kommt der Jan. Dann gehts zu die Pinguine ;)

Freitag, 17. Dezember 2010

Sommer, Sonne, Sonnenschein... freie Tage in Queenstown

Mann, es ist viel passiert in den letzten zwei freien Tagen. Eigentlich unfreiwillig frei, da uns der Orchard-Besitzer wegen ungenügend reifer Früchte nach Hause geschickt hat. Bedeutet für mich natürlich weniger Geld, aber ich habe das Beste aus der Zeit gemacht. In den letzten Tagen konte ich so einiges von meiner Liste abharken, und das bei idealem Wetter. Ok, ein paar Tropfen hat es heute schon gegeben, aber das waren vielleicht 20 min Sommerregen.
Zusammen mit Alex und Gloria, zwei bayrischen Kollegen aus dem Orchard, und mit Petra, meiner schon erwähnten Yogalehrerin, bin ich dann nach Queenstown gefahren.

Und das war mal ne suuuper Entscheidung. Mann, bin ich froh im Nachhinein, das wir die freien Tage hatten.
Zuerst mal haben wir beim berühmten berüchtigten Fergburger gegessen, inzwischen schon dreimal ;)
Auf dem Bild oben seht ihr übrigens den größten Burger, den ich jemals gegessen habe, den BIG AL, 500g Neuseeland Beef satt, 2 Eier, Bacon, doppelt Käse, Aioli und jede Menge Gemüse!! Der Hammer. Aber definitiv ne Nummer zu groß für den normalen Hunger. Und für alle, die den Laden kennen, natürlich habe ich mir eins der T-Shirts gekauft. Kleines Andenken.
Und dann habe ich nach 7 Monaten das erste bekannte Gesicht aus good old Germany getroffen. Eigentlich war unser erstes Treffen ja für Weihnachten geplant, aber Jan hat mich in Queenstown überrascht. SMS mit: Hey, bin am Strand in Queenstown. Bock aufn Bier?
Das war mal ein Wiedersehen, was hab ich mich gefreut! Sind natürlich direkt mal in der Happy Hour feiern gegangen, wurde ne super Nacht mit guter Musik (das erste Mal in Neuseeland!) im Monty`s und folgendem kleine Hangover heute Morgen.
Zufällig hatte ich auch auf der Straße am gleichen Tag auch Kim wiedergetroffen, den ich noch von Tonga kenne. Hier in Queenstown trifft sich die Welt. Der Kim war also auch bei der Wiedersehensfeier dabei, die ja eigentlich auch dieses Wiedersehen betraf.

Ok, nun zu dem, was ich noch erlebt habe. Durch Petra konnten Alex, Gloria und ich in einer tschechischen WG bleiben, dem Tschechenhaus. 9 Tschechen und 5 Couchsurfer teilen sich ein Haus in Queenstown, eigentlich wie eine riesige Studenten-WG. Alles super coole Leute, fast alle Kletterer, Alpinisten mit Vollbärten, habe mich echt sehr wohl bei den Chaoten gefühlt. Als Gäste konnten wir alle Bequemlichkeiten wie Internet und Bad und Küche umsonst nutzen. In einer teuren Stadt wie Queenstown ein echter Gewinn.
Und von den Kontakten konnte ich direkt noch zweimal profitieren. Petra kannte als erfahrene Rafterin den Manager der örtlichen Rafting-Anbieter. Und so kam es, das wir beide einige Sonderkonditionen (anstatt 185$ nur 99$ für mich, sie sogar umsonst) bekamen. Am gleichen Nachmittag. Was für ein Glück, ich konnt es kaum fassen. Hatten sich die freien Tage also schon gelohnt, denn da wusste ich noch nicht, das am Abend der Jan auftauchen würde.

Das obere Bild wurde auf dem Weg zum Skippers Canyon gemacht und zeigt Queenstown im Tal liegend. Im Skippers Canyon, genauer dem Shotover River, wollten wir raften. Schwierigkeitsgrade 4 bis 5 mit einem 170m langen Tunnel, der als Blackwater Rafting bezeichnet wird. Leute, das war einfach, was soll ich sagen, HAMMERGEIL!! Ich muss das unbedingt weiter machen, und möglichst mal mit einem von den kleinen Kajaks ausprobieren. Glaube, das ist genau das Richtige für mich. Aber wohl erst, wenn ich zurück bin. But, you never know!
Da ich natürlich keine Fotos machen konnte von dem ganzen Spaß, habe ich mal ein paar Bilder vom Skippers Canyon hochgeladen. Wobei schon alleine die Anfahrt ein Abenteuer war.
Wens interessiert, der Shotover River ist der goldreichste Fluss der Erde, 60% des Golds sind sogar noch im Fluss, der aber für die nächsten 100 Jahre von der Ausbeutung gesetzlich gesichert verschont bleibt.





Und da die Bewohner des Tschechenhauses fast alle Kletterer sind , bekam ich die Gelegenheit mit Petra und drei anderen klettern zu gehen. Schwierigkeitsgrade 15 und 16, mittelschwer. Für mich wurde es allerdings eine Premiere in zweierlei Hinsicht. Zuerst mal habe ich bisher nur Indoor geklettert und zum Anderen hatte ich meine Kletterschuhe nicht dabei. Den Harnisch konnte ich mir ausleihen, aber ich musste meine Laufschuhe benutzen. Aber ich wollte es unbedingt versuchen. Und ich habe zumindest die erste Route gemeistert. Yeehaa! Die zweite Route war für mich nach einem 20 min Schauer zu glitschig und brüchig. Ich bereue es auf jeden Fall, meine Kletterausrüstung in Deutschland gelassen zu haben. Aber kann man nicht ändern. Auch ein Hobby, das ich unbedingt weiter ausbauen muss.


So, es gibt natürlich noch einiges zu erzählen, aber ich habe nur noch 8h bis ich an der Arbeit erscheinen muss und ich habe noch eine Stunde Autofahrt vor mir. Und müde bin ich jetzt schon. Also, begnügt euch erstmal damit.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Cherry cherry lady...


Lang lang ist mein letzter Eintrag her, ich weiß. Wer hat`s vermißt, na, wer?
Also bringe ich euch mal auf den neuesten Stand. Da gibts eigentlich nicht sooo viel zu erzählen. Und da es nicht so viel zu erzählen gibt, gibts auch keine spektakulären Bilder.
Denn ich arbeite, manchmal bis zu 12h/Tag, und pflücke Kirschen. Und ich esse Kirschen! Für mein Leben gern! Bald vielleicht nicht mehr, den ich esse seeehr viele Kirschen. Die großen dunkelroten, fast schwarzen Kirschen, die wandern des öfteren nicht in einen der 5L-Eimer, sondern direkt in den vordersten Abschnitt meines Verdauungstraktes. Ich bin ein HYDRA-LADA Fahrer, wie ihr im nächsten Bild sehen könnt. Das sind motorisierte Hebebühnen, die mit den Füßen gesteuert werden. Da ich am Anfang anscheinend etwas Talent bewiesen habe, konnte ich bisher jeden Tag mit diesen Maschinen arbeiten, was auch einige Vorteile hat. Es macht zuerst mal Spaß, dann muss ich nicht die Eimer wie die anderen Leute mit einem Gurt um dem Hals tragen und schließlich komme ich dorthin, wo keine Leiter hinreicht. Letzterer Punkt ist besonders wichtig, da wir gestern angefangen haben, im Contract pay (6$/5L Eimer) zu arbeiten. Die obersten Kirschen sind zuerst reif, so dass ich zumindest am Anfang große Vorteile habe. Aber mit der Geschwindigkeit hapert es noch etwas. Das muss ich trainieren, obwohl ich auch nicht der schlechteste bin. Und so leicht verdientes Geld ist es nicht, wie mir einige vorher berichtet haben.
Mal sehen, wie es morgen läuft, da will ich es nochmal wissen und gebe MEHR POWER! ;)
Dies ist übrigens die Aussicht, die ich Tag für Tag von meiner Hydra-lada genieße.
Die Kupplung meines Vans ist übrigens noch immer nicht repariert. War heute in der Werkstatt. Der Mechaniker hat 6 h an einem alten Schrottvan gehangen um mein Ersatzteil aus- und in meinen Van wieder einzubauen, da bei den Vans hier alles verbaut ist. Zum Einbauen kam es dann allerdings nicht, da das mühsam besorgte Teil nicht das Problem war! Es ist wohl irgendein Schlauch, der einen Riß hat. Und da muss ich zwei Tage warten, bis der besorgt ist. Die Arbeitszeit muss ich zumindest teilweise bezahlen, was mich ziemlich ankotzt, da ja kein Problem behoben wurde. Und schließlich ist er der Experte. Aber leider auch der einzige Schrotthändler weit und breit, so dass ich auf ihn angewiesen bin.
Was gibts sonst noch Neues? Heute muss mein Freund Jan in Neuseeland angekommen sein. @Jan: Herzlich Willkommen in Neuseeland, Jan!
Da freu ich mich natürlich auf ein Wiedersehen nach all der langen Zeit. Das erste bekannte Gesicht aus der Heimat, seit ich Deutschland verlassen habe. Wir haben vor, zumindest Weihnachten zusammen zu feiern. Das gibt einen Spaß. Wir werden wahrscheinlich an Weihnachten oft mit Skype online sein. Nur wens interessiert. Würde mich freuen, ein paar bekannte Gesichter zu sehen.
Und da ihr euch alle brennend für meinen Aufenthaltsort interessiert, hier das wirklich häßliche Wahrzeichen von Cromwell. Genießt diesen Anblick (in wirklichkeit noch viel schlimmer!).
Und ich habe endlich den Routeborne Track gebucht, auf den ich mich sehr freue. Am 09.01. gehts los, in einem Durchgang übergehend in den Greenstone Track. 5 oder 6 kostbare Tage werden von mir dafür angesetzt. Zwei andere größere Walks werden noch von mir geplant. Die Kombination des schweren Rees und Dart Tracks, ebenfalls 5 Tage, wenn ich das denn überlebe.
Und es hat sich ganz aktuell ergeben, das ich wohl einen Partner bzw. eine Partnerin für den Abel Tasman Track gefunden habe. Den kann ich nicht alleine machen, da ich zwei Tage mit dem Kajak unterwegs sein werde und das Ausleihen an Singles nicht gemacht wird.
Und da ich auch keinerlei Erfahrung im Oceankayak habe, trifft es sich gut, das meine Begleiterin nicht nur meine Yogalehrerin ist, sondern auch Kajaklehrerin, Rafting-Guide und Bergsteigerin. 100% ist die Sache noch nicht, aber es fehlt nur noch die Buchung für Ende Januar.
Übrigens habe ich nach meiner Yogapremiere in Raglan hier in Cromwell wieder damit angefangen. Kostenlos, nicht umsonst! Und eine der Sachen, die ich versuchen werde auch in Deutschland beizubehalten. Wer hätte das gedacht? Ich überrasche mich immer wieder selber.
Mal sehen, was als nächstes schiefläuft.